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Von hart zu zart

Lange Zeit hat mich harter Sex erregt. Ich mochte es, wirklich hart rangenommen und teilweise auch erniedrigt zu werden. Oft stachelte ich das sogar an oder forderte dazu auf. Ich mochte wilde Sexualpraktiken und fühlte mich als devote Frau wohl, wenn ich auf eine bestimmte Art gebraucht und benutzt wurde. Es erregte mich nicht nur in höchstem Maße, ich fühlte mich tatsächlich geborgen. Ein Wohlgefühl strömte durch meinen Körper, wenn ich nur an ein solches Date dachte.


Das ist vorbei. Ich habe kein Verlangen mehr, gebraucht und benutzt zu werden. Es ist nicht so, dass mir das zu viel wurde. Es ist eher so, dass diese Art von Lust einfach nicht mehr da ist. Sie wurde Stück für Stück immer weniger und weniger. Für mich gerade eine besondere Erfahrung, da ich lange Zeit diesen devoten Anteil in mir stark ausgelebt hatte. Ziemlich wild und oft.


Und nun wird es still. In mir. Diese Stille fühlt sich wohl an, wie Frieden, Freiheit. Sie fühlt sich wundervoll und ruhig an, wie etwas, dass ich schon immer in mir trug und das sich nun entfaltet. Einfach so. Ich kann es im Moment nicht anders beschreiben. Geht nicht und muss ich sicher auch nicht.


Meinen Escort-Job lebte ich zwei Jahre wild aus und nun kommt eine andere Zeit:


Ich mag dich immer noch gerne verwöhnen. Sehr, sehr gerne oral, aber ich brauche dabei nicht mehr das Gefühl, benutzt zu werden. Ich werde auch immer noch gerne dabei am Kopf gehalten, aber ich brauche dieses harte zustoßen nicht mehr. Von selbst nehme ich dich tiefer in meinem Mund auf.


Die Temperamentsausbrüche, die ich oft während des Zusammenseins habe, sind geblieben, aber sie ufern nicht mehr aus in: „Ich möchte dir gehören und von dir gebraucht werden.“


Auch mag ich sehr gerne von dir oral verwöhnt werden. Was für mich früher zeitweise eine Geduldsprobe war, weil ich doch unbedingt was tun wollte, genieße ich mittlerweile sehr. Ich lasse mich fallen und immer mehr berühren.


In deine Augen sehen möchte ich und dich küssen, wenn du willst. Ich mag dich streicheln, und auch immer noch genommen werden. Mal zart und sanft und mal etwas fordernder, temperamentvoller, aber nicht mehr hart, sondern auf die gefühlvolle Art.


Es fängt eine neue Zeit für mich an. Vielleicht kann ich sie „Die Zeit des stillen Genusses“ oder "Die Zeit des friedlichen Genusses" nennen, aber Worte können sowieso nicht das widerspiegeln, was ich genau meine.


Wahrscheinlich weißt du aber sowieso, was ich meine. Wahrscheinlich weißt du es. Einfach so.



Claudia Nova

1 Comment


Guest
vor 7 Tagen

Liebe Claudia, ohhh ja ich weiss es Du meinst. Durfte ich es doch mit Dir erleben und geniessen… Ich freu mich schon auf Ende Juli ;-) Marco

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